Heute liegen weitere 25 Kilometer in Richtung Santiago vor mir. Da ich die Frist für den Rucksacktransport gestern Abend um 20 Uhr knapp verpasst habe, trage ich mein gesamtes Gepäck heute selbst. Doch das Wetter meint es gut mit mir: Es ist bewölkt, und der kühle Regen ist mir tausendmal lieber als die sengende Hitze. Fast schon ironisch stelle ich fest, dass der schwere Rucksack einen Vorteil hat - er hält meinen Rücken trocken und warm. So wandelt sich ein vermeintlicher Rückschlag in einen kleinen Segen.
Die Landschaft heute ist eher eintönig. Der Weg wird lediglich von Bäumen und Feldern eingerahmt. Auf der gesamten Strecke treffe ich keine einzige Menschenseele, und ich kann verstehen, warum viele Pilger hier auf den Camino Francés ausweichen: Es gibt schlichtweg keine Verpflegungsmöglichkeiten. Meine Gedanken kreisen ständig um die große Blase an meinem linken Vorfuß. „Bitte halte durch!“, ist mein ständiges Mantra. Wenn sie kurz vor Santiago reißt, ist es mir gleich, aber heute brauche ich sie noch für die letzten Kilometer. Zu meiner unendlichen Erleichterung hält sie tatsächlich stand.
Während ich so dahinwandere, rekapituliere ich die gestrige 63-Kilometer-Etappe. Hätte ich vorher gewusst, wie extrem diese Strecke wirklich ist, wäre ich wohl niemals losgegangen. Wir neigen dazu, unser Schicksal durch Wetterberichte oder Horoskope im Voraus absichern zu wollen, und oft beraubt uns diese übermäßige Vorsicht um die Erreichung unserer Wünsche. Einmal habe ich einer Sturmwarnung zu viel Glauben geschenkt, den Bus genommen und so eine traumhafte Etappe verpasst. Heute erkenne ich: Wenn ich aufhöre, über die Schwierigkeiten zu grübeln, und stattdessen einfach nur das Nötigste tue, um mein Ziel zu erreichen, gibt es nichts, was wirklich unerreichbar ist.
Heute habe ich gelernt, dass ein Ziel ohne zu viel grüblerische Vorsicht anzugehen, ist oft der sicherste Weg, um über sich hinauszuwachsen.
Die Landschaft heute ist eher eintönig. Der Weg wird lediglich von Bäumen und Feldern eingerahmt. Auf der gesamten Strecke treffe ich keine einzige Menschenseele, und ich kann verstehen, warum viele Pilger hier auf den Camino Francés ausweichen: Es gibt schlichtweg keine Verpflegungsmöglichkeiten. Meine Gedanken kreisen ständig um die große Blase an meinem linken Vorfuß. „Bitte halte durch!“, ist mein ständiges Mantra. Wenn sie kurz vor Santiago reißt, ist es mir gleich, aber heute brauche ich sie noch für die letzten Kilometer. Zu meiner unendlichen Erleichterung hält sie tatsächlich stand.
Während ich so dahinwandere, rekapituliere ich die gestrige 63-Kilometer-Etappe. Hätte ich vorher gewusst, wie extrem diese Strecke wirklich ist, wäre ich wohl niemals losgegangen. Wir neigen dazu, unser Schicksal durch Wetterberichte oder Horoskope im Voraus absichern zu wollen, und oft beraubt uns diese übermäßige Vorsicht um die Erreichung unserer Wünsche. Einmal habe ich einer Sturmwarnung zu viel Glauben geschenkt, den Bus genommen und so eine traumhafte Etappe verpasst. Heute erkenne ich: Wenn ich aufhöre, über die Schwierigkeiten zu grübeln, und stattdessen einfach nur das Nötigste tue, um mein Ziel zu erreichen, gibt es nichts, was wirklich unerreichbar ist.
Heute habe ich gelernt, dass ein Ziel ohne zu viel grüblerische Vorsicht anzugehen, ist oft der sicherste Weg, um über sich hinauszuwachsen.